EEH I WS1+WS2 (Grundlagen)

  • stabilisierende Interventionen in akuten Krisen vor und nach der Geburt
  • Bindungsorientierte Gesprächsführung mit Atem- und Körperwahrnehmung
  • Ressourcenstärkung durch gezielte Körperarbeit
  • Diagnostik des Weinens bei Säuglingen
  • Haltgebende Begleitung von exzessiv weinenden Babys
  • Indikation und Kontraindikation für begleitetes Weinen
  • Vermittlung von Eltern-Wissen

Didaktik und Methoden

Scham und Schuld

Zwei-Tagesworkshop über den Umgang mit Scham- und Schulderleben in der bindungsbasierten Beratung und Psychotherapie mit Eltern und Säuglingen

In der Emotionellen Ersten Hilfe (EEH) und bindungsbasierte Eltern-Säugling-Psychotherapie erweisen sich Scham- und Schuldgefühle oftmals große Hindernisse, die dem Aufbau einer stabilen Eltern-Kind-Bindung im Wege stehen. Insbesondere nach traumatischen Geburts- und Trennungserfahrungen sind anhaltende Scham- und Schuldgefühle oftmals Ausdruck einer nicht vollzogenen Integration von erlebten Beziehungsverletzungen zwischen Eltern und Kind. In diesem Workshop wollen wir uns mit den tieferen Hintergründen und Entstehungsbedingungen von Scham- und Schulderleben genauer auseinandersetzen.

Seminarinhalte

  • Definition und Unterschiede von Scham- und Schuld-

Dynamiken

Trauma und Bindung WS1+WS2+WS3

Post-Trauma-Begleitung und Bindungsstärkung für Eltern und Säuglinge rund um die Geburt

Unter welchen Bedingungen werden Erlebnisse rund um Schwangerschaft und Geburt bei Eltern und Kind traumatisch verarbeitet? Wie äußern sich Belastungsreaktionen und wie können sie begleitet und wirksam abgebaut werden, um Eltern und Kind frühzeitig vor einem Teufelskreis von Bindungsschwächung und wechselseitiger Entfremdung zu schützen?

Inhalte

Drama der perfekten Eltern

  • Narzisstische Persönlichkeit – Entstehung, Problematik und Folgen für die Eltern–Kind–Bindung
  • Leistungsdruck und der Anspruch, alles perfekt zu machen
  • Stress, Überforderung, Erschöpfung und "Burn-Out" als Folge von Perfektionsansprüchen
  • praktische Lösungswege im Umgang mit „perfekten“ Eltern und ihrem Kind bei frühen Interaktions- und Bindungsstörungen

Didaktik und Methodik

  • Vermittlung theoretischer Grundlagen
  • Erarbeiten von EEH-Methoden zur vegetativen Entspannung und Bindungsförderung
  • Video- oder Live-Demonstrationen
  • Szenische Rollenarbeit

Kompetenz-Erwerb

Trauma und Bindung in der Eltern-Säugling/Kleinkind Psychotherapie

  • Psychische und neurovegetative Grundlagen und Entstehungshintergründe von Bindungs- und Entwicklungstraumatisierungen
  • Grundlagen und Behandlung von dissoziativen Störungen bei Eltern und Säuglingen/Kleinkindern
  • Entstehungshintergründe und Phänomenologie von prä-, peri- und postnatalen Traumatisierungen und die Wirkung auf die frühkindliche Regulations- und Interaktionsfähigkeit
  • Schlafstörungen, Fütterstörungen und Schreiprozesse des Säuglings/Kleinkindes
  • Interventionen bei akuten und chronischen posttraumatischen Belastungsstörungen und psychischen Krisen in Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt und erster Lebenszeit
  • Unterstützung nach Frühgeburt oder bei Behinderung des Babys
  • Möglichkeiten und besondere Bedeutung der Psychohygi

Harms Thomas (Datenblatt)

zur Person

Thomas Harms ist Diplom-Psychologe und arbeitet seit 30 Jahren als  Körperpsychotherapeut mit Erwachsenen, Säuglingen, (Klein-)Kindern und Paaren. Er ist Begründer und Entwickler der „Emotionellen Ersten Hilfe“, einer körperbasierten Methode, die heute im Feld der Entwicklungsberatung, Krisenintervention sowie Eltern-Säugling-Traumatherapie eingesetzt wird.

Seit 1996 leitet er in Bremen das Zentrum für Primäre Prävention und Körperpsychotherapie (ZePP) und die Schreiambulanz für Eltern und Säugling in Not. Neben seiner psychotherapeutischen Praxis bildet er in Deutschland und im europäischen Ausland Fachleute aus den Bereichen der Psychotherapie, Medizin und Frühprävention in den Methoden der  bindungsorientierten Körperpsychotherapie, Krisenberatung und Eltern-Babytherapie aus.

Die wichtigsten Impulse für seine Therapeuten- und Lehrtätigkeit kamen in den vergangenen drei Jahrzehnten aus der Beobachtung der praktischen Arbeit mit Säuglingen und Eltern. Hier waren es die immer wieder tiefen Begegnungen mit den Babys und das Bestaunen ihrer rasanten Wandlungsfähigkeit in der Therapie, die seinen therapeutischen Blick in der Begleitung von erwachsenen Menschen grundlegend geprägt und verändert hat.