Literatur-Schwangerschaft, Geburt und frühe Kindheit

Literatur

von ZOI gelesen und empfohlen (aktualisiert im Mai 2021)

 

Beigel Dorothea (2006):

Flügel und Wurzeln, Persistierende Restreaktionen frühkindlicher Reflexe und ihre Auswirkungen auf Lernen und Verhalten, verlag modernes lernen, Dortmund, 3. Auflage

Ein Buch, das aus der Praxis der Schule für die Praxis entstanden ist, aber viel Bezug zu Schwangerschaft und der ersten Lebenszeit hat. Liebe, Geborgenheit, Anerkennung ist die Grundlage für Bewegung und Wahrnehmung und das wiederum die Grundlage für Lernen und Verhalten.

Bensel Joachim (2009):

Wie Sie Ihr Schreibaby verstehen und beruhigen: Ein Kursus in Eltern-Kind-Verständigung. Oberstebrink Verlag, Ratingen
Dieses Buch ist für alle Eltern geschrieben, die mehr über die erste Sprache ihres Babys wissen wollen - egal, ob ihr Baby ein Schreibaby ist oder nicht.

Bischof-Köhler Doris (2011):

Die soziale Entwicklung in Kindheit und Jugend, Bindung, Empathie, Theory of Mind, Kohlhammer

Ein Fachbuch der Entwicklungspsychologin Prof. Dr. Doris Bischof-Köhler, das die kindliche Entwicklung auf besonders nachvollziehbare Weise herleitet.

Blaffer-Hrdy Sarah (2002):

Mutter Natur, Die weibliche Seite der Evolution, Berliner Taschenbuch Verlag

Ein sehr umfangreiches und umfassendes Werk über die Mütterlichkeit und ihre unterschiedlichsten Formen aus der Sicht einer Soziobiologin. Blaffer-Hrdy prägt den Begriff "Allomutter" und weist darauf hin, dass Mütter ihr Kind anderen Pflegepersonen anvertrauen, dass Defizite unerfahrener Mütter von erfahrenen Frauen ausgeglichen werden und welch besondere Bedeutung die Großmutter beim Menschen hat. Das Buch wurde 2001 als "Wissenschaftsbuch des Jahres" ausgezeichnet, ist brillant geschrieben und trotz seiner rund 700 Seiten leicht zu lesen.

Blaffer-Hrdy Sarah (2010):

Mütter und Andere: Wie uns die Evolution zu sozialen Wesen gemacht hat.

Der Mensch ist ein Wesen, dass sich die große Aufgabe der jahrelangen Fürsorge für das Kind teilt. Es braucht "ein ganzes Dorf", damit ein Kind groß werden kann. Wie es aus Sicht der Evolution dazu gekommen ist, das beschreibt die Autorin ausführlich und anschaulich in diesem bedeutenden Werk.

Bloemeke Viresha (2015):

Es war eine schwere Geburt. Wie traumatische Erfahrungen verarbeitet werden können, Kösel, 240 Seiten

Die Schwangerschaft verlief harmonisch, die Geburt war optimal vorbereitet – doch dann kam alles anders ... Dieses Buch setzt sich mit den hohen Idealen einer Traumgeburt auseinander und mit dem tiefen Sturz, der nach traumatischen Geburtserlebnissen den Beginn des Mutterseins überschatten kann. Dabei geht es auch auf Frauen ein, die ihr Baby bei der Geburt verloren haben, und auf all jene, die durch das Gebären mit einem Trauma der eigenen Kindheit in Kontakt gekommen sind.

Blum Deborah (2010):

Die Entdeckung der Mutterliebe. Die legendären Affenexperimente des Harry Harlow, Beltz (Love at Goon Park. Harry Harlow and the Science of Affection, 2002), 351 Seiten
"Wie ferngesteuerte Raketen fliegen sie einen perfekten Bogen hin zu ihrer Mutter". Das Buch ist einerseits eine Biografie Harlows und seiner jahrelangen, umfangreichen, aber auch umstrittenen Forschung, andererseits ein Stück spannende Wissenschaftsgeschichte von der Ablehnung mütterlicher Zärtlichkeit bis hin zur Bindungsforschung und der Würdigung der sicheren Basis, zu der die Mutter durch Körperkontakt und emotionale Nähe für ihr Kind wird.

Borrmann Brigitte und Schücking Beate A. u.a. (2006):

Stillen und Müttergesundheit, V&R unipress, Göttingen
Der sechste Band aus der Reihe Frauengesundheit (Universität Osnabrück) wirft ein völlig neues Licht auf das Thema "Stillen" und zeigt zudem auf eindrucksvolle Weise, wie eine Maßnahme, die vorrangig die Gesundheit von anderen - in diesem Fall die der Kinder - schützen soll, auch die Gesundheit der Mütter beeinflussen kann, die die wichtigsten Gesundheitsförderer für ihre Kinder sind. Der Band verdeutlicht die Vorzüge einer interdisziplinären Betrachtung der Gesundheitsentwicklung.

Brisch Karl-Heinz, Hellbrügge Theodor u.a. (2003):

Bindung und Trauma, Risiken und Schutzfaktoren für die Entwicklung von Kindern, Buch zum gleichnamigen Kongress in München 2001, Klett-Verlag, Stuttgart

Dieses Buch führt erstmals die bisher weitgehend unabhängig voneinander operierenden Richtungen Bindungsforschung und Psychotraumatologie zusammen. Es wird dargestellt, wie Bindungsverhalten und Bindungsstörungen mit traumatischen Trennungs- und Verlusterlebnissen zusammenhängen oder auch mit anderen traumatischen Ereignissen wie körperlicher und emotionaler Misshandlung oder sexueller Gewalt.

Brisch Karl-Heinz, Hellbrügge Theodor u.a. (2007):

Die Anfänge der Eltern-Kind-Bindung, Schwangerschaft, Geburt und Psychotherapie, Buch zum gleichnamigen Kongress in München 2006, Klett-Cotta, Stuttgart

Brisch Karl-Heinz (2015):

Bindungsstörungen: Von der Bindungstheorie zur Therapie, Klett-Cotta, Stuttgart

In dieser völlig überarbeiteten Ausgabe seines Bestsellers eröffnet Karl-Heinz Brisch neue Perspektiven, um psychische Störungen zu erkennen und zu behandeln. In vielen klinischen Beispielen zeigt er die Prinzipien einer bindungsorientierten Psychotherapie.

Brisch Karl-Heinz (2015):

SAFE® - Sichere Ausbildung für Eltern: Sichere Bindung zwischen Eltern und Kind, Klett-Cotta

Das Buch zum Präventionsprogramm des bekannten Kinderpsychiaters und Bindungsforschers Dr. Karl-Heinz Brisch.

Deyringer Mechthild (2016):

Bindung durch Berührung, Schmetterlingsmassage für Eltern und Babys, mit CD, Psychosozial-Verlag, Gießen
Wie kann schmetterlingszarte Berührung gleichzeitig Halt und Geborgenheit vermitteln und zu einer verbindenden Kraft für die ganze Familie werden? Die Autorin beschreibt neue Wege, die über traditionelle Ansätze der Babymassage hinausgehen: Zunächst werden die Eltern angeleitet, eigene Erfahrungen zu sammeln, um sich feinfühlig auf die Berührungsbedürfnisse des Babys einzustellen.

Dornes Martin (1993):

Der kompetente Säugling, Die präverbale Entwicklung des Menschen, Geist und Psyche, Fischer Taschenbuch, Frankfurt a. M., 310 Seiten
Auseinandersetzung eines Psychoanalytikers mit neuen und älteren Ergebnissen der Säuglingsforschung.

Dornes Martin (1997):

Die frühe Kindheit, Entwicklungspsychologie des ersten Lebensjahres, Fischer, Frankfurt a. M.
Die entwicklungspsychologische Forschung der letzten Jahre hat die traditionelle Vorstellung von der frühen Kindheit als einer undifferenzierten Lebensphase grundlegend verändert. Es ist inzwischen deutlich geworden, dass schon ganz kleine Kinder über ein außerordentliches Repertoire von Fertigkeiten verfügen, das sie zu kompetenten Interaktionspartnern macht. Der Autor erläutert die Bedeutung dieser Erkenntnisse für das Menschenbild in Psychoanalyse und Psychologie.

Dornes Martin (2000):

Die emotionale Welt des Kindes, Fischer, Frankfurt a. M.
Der Autor gibt einen Überblick über die Forschung zwischen Bindungstheorie und Psychoanalyse.

Eirich Martina und Oblasser Caroline (2012):

Luxus Privatgeburt, Stolze Mütter über die Kunst des Gebärens in den eigenen vier Wänden. Eine fotografische Liebeserklärung an Hausgeburt und neue Weiblichkeit (Broschiert), edition riedenburg, Salzburg
Authentische Berichte von 268 Frauen, illustriert durch Privatfotos. Das Buch vermittelt anschaulich die unnachahmliche Kraft, die Frauen entwickeln können, wenn sie sich sicher und geborgen fühlen.
Martina Eirich ist Hausgeburtshebamme, Journalistin und Mutter von vier Kindern, die sie zu Hause geboren hat. Caroline Oblasser ist Autorin (Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht), Verlegerin und ebenfalls Hausgeburtsmutter. Während ihre zweite Tochter bei einer gut geplanten Hausgeburt zur Welt kam, war die erste Tochter ein ungeplanter Kaiserschnitt aufgrund von Mangelinformationen im Vorfeld.

Eliacheff Caroline und Farin Susanne (1997):

 

 Das Kind, das eine Katze sein wollte, Psychoanalytische Arbeit mit Säuglingen und Kleinkindern, dtv Sachbuch

Die Autorinnen stellen in diesem Buch eine psychoanalytisch orientierte Säuglings- und Kleinkind-Therapie vor, die auf rein sprachliche Mittel setzt. Eine interessante Idee, mit der Eliacheff aufsehenerregende Heilerfolge erzielen konnte.

Erickson Martha Farell und Egeland Byron (2014):

Die Stärkung der Eltern-Kind-Bindung: Frühe Hilfen für die Arbeit mit Eltern von der Schwangerschaft bis zum zweiten Lebensjahr des Kindes durch das STEEP-Programm, Klett-Cotta

STEEP (Steps Toward Effective and Enjoyable Parenting) wurde auf der Grundlage von über 25jährigen Forschungsarbeiten in den USA entwickelt. Das Programm macht sich die Erkenntnis der Bindungsforschung zunutze, dass eine sichere Bindung zwischen Kind und Eltern die beste Prävention gegen spätere Störungen darstellt.

Faber A und Mazlish E (2019)

So sag ich's meinem Kind; Wie Kinder Regeln fürs Leben lernen, Oberste Brink Verlag (auch bei der La Leche Liga zu kaufen)

Ein Buch für Eltern und Fachleute, die sich Kindern in voller Aufmerksamkeit zuwenden und eine Sprache der Wertschätzung lernen wollen, mit vielen anschaulichen Fallbespielen, vielen Zeichnungen und Bildgeschichten, gesammelt in über tausend Eltern-Workshops

Faber A und Mazlish E (2018)

Hilfe, meine Kinder streiten: Wie Sie Geschwistern helfen, einander zu respektieren, Oberste Brink Verlag

Das Buch ist das Ergebnis vieler Gesprächsrunden mit vielfältigen Einsichten in das Streitverhalten bei Geschwisterkindern, enthält viele hilfreiche Hinweise für die Fähigkeit, Streitsituationen ohne Gewalt zu lösen

Goddard Sally (2016):

Greifen und Begreifen, Wie Lernen und Verhalten mit frühkindlichen Reflexen zusammenhängen, Vak-Verlag

Sally Goddard Blythe forscht, lehrt und therapiert am Institut für neurophysiologische Psychologie in Chester, England.

Grossmann Klaus E. und Grossmann Karin, Hg (2020):

Bindung und menschliche Entwicklung, Klett-Cotta, Stuttgart

Die Herausgeber stellen in diesem Buch die wichtigsten Urtexte von Bowlby und Ainsworth zusammen und bringen sie durch einleitende Kommentare in den aktuellen bindungstheoretischen Zusammenhang.

Grossmann Karin und Grossmann Klaus E. (2012):

Bindungen - das Gefüge psychischer Sicherheit, Klett-Cotta, Stuttgart
Die Erfahrung von Jahrzehnte langer Forschung spiegelt sich in diesem grundlegenden Buch wider. Es stellt die Geschichte der Bindungsforschung ebenso dar wie die Entstehung der psychischen Sicherheit durch den Bindungsprozess.

Guóth-Gumberger Márta (2018):

Gewichtsverlauf und Stillen. Dokumentieren, Beurteilen, Begleiten. Mabuse-Verlag, Frankfurt am Main
Mit der dem Buch beigefügten elektronischen Arbeitshilfe STILLDOK ist es möglich, mit geringem Aufwand individuelle, gut interpretierbare Gewichtskurven zu erstellen und den Gewichtsverlauf übersichtlich und umfassend zu dokumentieren. Für Fachleute, die mit stillenden Frauen arbeiten (Hebammen, StillberaterInnen, ÄrztInnen, Eltern-/MütterberaterInnen und Fachpersonal in der Kinderkrankenpflege), ist dieses Buch unverzichtbar. Frühe und angemessene Interventionen brauchen eine sichere Beurteilung der Ernährungssituation des Kindes, die sowohl die individuelle Entwicklung in ausreichend differenzierter Weise berücksichtigt als auch auf einem profunden Hintergrundwissen beruht, das auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand ist.

Harms Thomas u.a. (2017):

Auf die Welt gekommen, Die neuen Baby-Therapien,
Psychosozial-Verlag, 491 Seiten

Was erfahren Babys vor, während und nach der Geburt? Warum weint ein Baby? Welche therapeutischen Methoden sind geeignet, damit Babys sich wieder der Welt öffnen, wenn sie sich aufgrund von schmerzvollen und bedrohenden Erfahrungen frühzeitig von ihr abgewandt haben?
Erstmals werden in diesem Buch von Ärzten, Psychotherapeuten und Hebammen aus fünf Nationen neue Ansätze einer ganzheitlichen Säuglingstherapie vorgestellt.

Harms Thomas (2019):

Emotionelle Erste Hilfe, Bindungsförderung, Krisenintervention, Eltern-Baby-Therapie, Psychosozial-Verlag, 270 Seiten
In diesem Buch beschreibt der Psychologe und Körperpsychotherapeut Thomas Harms mit dem Ansatz der "Emotionellen Ersten Hilfe" erstmals einen neuen Weg, wie Eltern in schwierigen Zeiten nach der Geburt das emotionale Band zu ihren kleinen und größeren Kindern wiederfinden und stärken können. Das hier vorgestellte Konzept ist das Ergebnis einer über 15 Jahre währenden Erfahrung in der praktischen Arbeit mit Eltern und ihren untröstlich weinenden Säuglingen.

Harms Thomas u.a. (2017):

Körperpsychotherapie mit Säuglingen und Eltern, Grundlagen und Praxis, Psychosozial-Verlag, 455 Seiten

Dieses Buch vermittelt erstmalig einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand und praktische Einsatzbereiche der Eltern-Säuglings-Kleinkind-Körperpsychotherapie. Frühe Regulations- und Bindungsstörungen von Säuglingen und Kleinkindern schreiben sich in ihr Körpergedächtnis ein. In der Körperpsychotherapie mit Eltern und Babys helfen Berührungen, Atmung und achtsame Körperwahrnehmung, die während Schwangerschaft, Geburt und erster Lebenszeit erfahrenen Verletzungen zu überwinden. In den letzten drei Jahrzehnten ist eine Vielfalt von neuen Ansätzen in der Körperpsychotherapie mit Eltern, Säuglingen und Kleinkindern entstanden. Dieser Sammelband vermittelt einen Überblick über die Strömungen, Hintergründe und Einsatzbereiche der körperorientierten Eltern-Säuglings-Kleinkind-Beratung und -Psychotherapie. Praxisnah berichten international bekannte Fachleute aus dem Feld der Körperpsychotherapie, wie sie Eltern und Babys dabei unterstützen, früh erfahrene Verletzungen und Bindungstraumata zu verarbeiten.

Harms Thomas (2020):

Keine Angst vor Babytränen. Wie sie mit Achtsamkeit das Weinen ihres Babys sicher begleiten. Das Elternbuch. Gießen: Psychosozial-Verlag, 184 Seiten

Verständlich und fundiert erklärt der Autor, wie Eltern die Gefühle ihrer Babys erfolgreich regulieren können. Körper- und Achtsamkeitsübungen, die als Audiodatei heruntergeladen werden können, unterstützen Eltern dabei, eine achtsame Selbstbeobachtung und die richtige Bauchatmung zu lernen sowie die inneren Ressourcen zu stärken.

Henzinger Ursula (2017):

Bindung und Autonomie, Humanethologische Perspektiven für Bindungstheorie und klinische Praxis, Psychosozial-Verlag, 462 Seiten

Ein Fachbuch über das Wesen der frühen Eltern-Kind-Interaktion.

Henzinger Ursula (2020):

Stillen, Kulturgeschichtliche Überlegungen zur frühen Eltern-Kind-Beziehung, Gießen: Psychosozialverlag, 260 Seiten;
Eine kulturgeschichtliche Darstellung der frühen Eltern-Kind-Beziehung, an der klar ersichtlich wird, dass die Nachwirkungen vergangener gesellschaftlicher Entwicklungen auch heute noch spürbar sind. Altes Erfahrungswissen zeigt genauso wie neuere Forschung, dass es trotz aller Hindernisse und Schwierigkeiten möglich ist, dass Eltern im Kontakt mit ihrem Kind wieder zurückfinden zu der Form von Beziehung, die sich für alle Beteiligten gut anfühlt.

Hilsberg Regina (2000):

Schwangerschaft, Geburt und erstes Lebensjahr, Ein Begleiter für werdende Eltern, rororo, 375 Seiten

Hebammenwissen und mütterliche Erfahrung wird von der Autorin auf eine Weise weitergegeben, die Eltern befähigt, damit ihren eigenen Weg zu finden. Themen wie Vorbereitung auf die Geburt, Stillen, Entwicklung des Babys und viele andere werden angesprochen.

Hess Jörg (2011):

Menschenaffen Mutter und Kind, Reinhard Verlag Basel
Diesem Buch liegen Beobachtungen und fotografische Dokumente zugrunde, die von Autor Jörg Hess während drei Jahrzehnten im Zoologischen Garten Basel zusammengetragen wurden. Der Autor gewährt damit in Wort und Bild Einblick in die frühe Kindheit der Menschenaffen.

Hormann Elizabeth und Guóth-Gumberger Márta (2014):

Stillen, Einfühlsame Begleitung durch alle Phasen der Stillzeit, Gräfe und Unzer, 128 Seiten, 35 farbige Fotos
Eine ganz neu überarbeitete Fassung des schon bekannten Buches, das alle wichtigen Fragen des Stillens auf kompetente Weise beantwortet, neben vielen Informationen beinhaltet dieses Buch praktische Anregungen und hilfreiche Tipps und vermittelt außerdem ein Verständnis für die körpersprachlichen Äußerungen des Babys.

deJong Theresia Maria und Kemmler Gabriele (2003):

Kaiserschnitt - Narben an Seele und Bauch, Ein Ratgeber für Kaiserschnittmütter, Fischer TB, 235 Seiten
Die Autorinnen - beide Kaiserschnittmütter - haben sich intensiv mit dieser Geburtsform auseinander gesetzt und ein informatives sowie tröstliches Buch geschaffen. Es beginnt mit Geburtsberichten, setzt sich mit dem "Warum" genauso auseinander wie mit den verschiedenen
Möglichkeiten der Narkose und den Auswirkungen eines Kaiserschnittes auf Mutter und Kind. Ein großes Kapitel ist dem Thema "Hilfen für Kaiserschnittmütter" gewidmet. Ein Buch, das wir Müttern und allen medizinischen Betreuern ans Herz
legen möchten.

Imlau Nora (2016):

Mein kompetentes Baby. Wie Kinder zeigen, was sie brauchen, Kösel, 203 Seiten

Unsere Kinder kommen mit erstaunlichen Fähigkeiten zur Welt: Sie können von Geburt an ihre Muttersprache wiedererkennen, Mama und Papa von allen anderen Menschen unterscheiden, ohne Hilfe an der Brust trinken und ohne Worte kommunizieren.

Imlau Nora (2018):

So viel Freude, so viel Wut: Gefühlsstarke Kinder verstehen und begleiten – Ein Einschätzungstest für Eltern und Kinder, Kösel

Für Eltern, die sich nicht mehr so alleine fühlen, wenn sie erfahren, dass auch andere Babys den Kinderwagen nicht mögen, im Rückbildungskurs nicht auf der Matte liegen mag, auch als Kindergartenkind noch nicht selbst einschlafen kann und im Schulalter noch Unterstützung bei heftigen Gefühlsausbrüchen braucht

Jorda Beate und Schwägerl Illona (1999):

Geburt in Geborgenheit und Würde, Aus dem Erfahrungsschatz einer Hebamme, Irisiana-Verlag München, 304 Seiten
Die Autorin, 21 Jahre lang Hebamme und seit 1991 selbständig, betrachtet das Thema Geburt sehr natürlich und die verschiedenen Routineabläufe und häufigen Routineaussagen (vom Frauenarzt bis zur Säuglingskrankenpflegerin) zuweilen recht kritisch. Verschiedene Blickwinkel helfen der Leserin, ihre eigene Linie zu finden. Die Autorin schreibt sehr bestimmt, lässt aber Platz für Alternativen. Eine ganze Reihe praktischer Tipps und machbarer Rezepte für verschiedenste Situationen sowie Geburtsberichte runden das Thema ab.

deJong Theresia Maria (2002):

Babys aus dem Labor, Segen oder Fluch? Beltz Taschenbuch

Für alle, die sich mit Reproduktionsmedizin auseinandersetzen wollen oder müssen

Klaus Marshall H., Kennel John. H. und Klaus Phyllis H. (1997):

Der erste Bund fürs Leben, Die gelungene Eltern-Kind-Bindung und was Eltern dazu beitragen können, Rowohlt

Das klassische Buch über das Bonding. Es macht die Bedeutung der ersten Augenblicke nach der Geburt bewusst. Die amerikanischen Pädiatrie-Professoren M.H. Klaus und John Kennel bieten zusammen mit der Psychotherapeutin Phyllis Klaus wichtiges Wissen über den Bonding-Prozess während der Schwangerschaft, im Kontext der Geburt und während der ersten Monate des Lebens.

Klaus Marshall H., Klaus Phyllis H. (1997):

Neugeboren. Das Wunder der ersten Lebenswochen, Kösel, München

Babys kommen bereits als kleine Persönlichkeiten zur Welt. Entgegen früheren Annahmen wissen wir heute, dass ein Neugeborenes sehen, hören, nachahmen, riechen, schmecken und fühlen kann und zwar schon in den ersten Minuten und Lebenswochen. 150 eindrucksvolle Fotos zeigen eindrucksvoll, wie aufmerksam ein ganz kleines Baby schon sein kann.

Krüll Marianne und Flora Frank (2019):

Die Geburt ist nicht der Anfang. Die ersten Kapitel unseres Lebens neu erzählt, Klett-Cotta, Stuttgart, 328 Seiten

Vorgeburtliches Leben, Geburt und die ersten Lebensmonate bilden die Grundlage für den Zugang zur Welt. Die Autorin setzt sich kritisch mit der Entwicklung der modernen Geburtshilfe und bezieht Stellung zu ethischen Fragen. Mensch-Werden sieht die Autorin von Anfang an als unablässigen Prozess des Austauschs zwischen inneren Zuständen und äußeren Bedingungen.

Leboyer Frederick (1995):

Geburt ohne Gewalt, Kösel, München, 156 Seiten
Leboyer kam durch seine geburtshilfliche Praxis dazu, das Neugeborene zu beobachten und sich an den Bedürfnissen des Kindes zu orientieren. Er begründete damit eine ganz neue Geburtshilfe.

Leboyer Frederick (2007):

Weg des Lichts, Yoga für Schwangere – Übungen, Texte und Bilder, rororo, 304 Seiten
Ein poetisches Übungsbuch für Yoga, verstanden als eine Philosophie, die über das körperliche und seelische Gleichgewicht der Mutter zu einer schönen Geburt und dem Gelingen der Mutter-Kind-Beziehung beitragen kann.

Leboyer Frederick (2000):

Das Geheimnis der Geburt, Kösel München, 291 Seiten

Das Werk von Leboyer war ursprünglich als Handbuch der Geburt für Studenten, künftige Geburtshelfer und Hebammen gedacht und ist nun mehr als das: ein literarischer Text. Leboyer beschreibt - immer wieder auch aus der Sicht des Kindes - den Geburtsverlauf, Leiden und Ängste von Mutter und Kind, mögliche Komplikationen und wie diese durch die Kunstfertigkeit des Geburtshelfers oder der Hebamme beeinflusst werden können. Er zeigt an typischen Situationen, dass es möglich ist, die Frau durch eine schwierige Geburt zu leiten, ohne gewaltsam einzugreifen.

Levine Peter A. und Frederick Ann (1999):

Trauma-Heilung, Das Erwachen des Tigers, Synthesis

Die Autoren vermitteln in diesem Buch, dass Traumata geheilt werden können. Alte Traumasymptome– verstanden als Beispiele für gebundene Energie und vergessene Lektionen des Lebens – können auf körperlicher Ebene gelöst werden.

Levine Peter A. und Kline Maggie (2007):

Verwundete Kinderseelen heilen, Kösel

Unfälle, Operationen, Erfahrung von Gewalt und andere Ereignisse können traumatisierende Wirkung haben. Kinder haben jedoch die Fähigkeit, diese Belastungen zu verarbeiten, wenn sie dabei liebevoll unterstützt werden. Ein Buch für Menschen, die mit Kindern leben und arbeiten. Es geht darum, zu verstehen, was während belastender Erfahrungen im Kind los ist und zu wissen, notwendig ist.

Liedloff Jean (2020):

Auf der Suche nach dem verlorenen Glück, Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit, beck'sche Reihe

Die Autorin beschreibt ihre Begegnung mit einem Volk im Dschungel Venezuelas, den Yequana-Indiandern. Zweieinhalb Jahre lebt sie bei diesem Stamm und beobachtet den Umgang dieser Menschen mit ihren Kindern.

Lothrop Hannah (2016):

Gute Hoffnung - Jähes Ende. Fehlgeburt, Totgeburt und Verluste in der frühen Lebenszeit. Begleitung und neue Hoffnung für Eltern; Kösel, neubearbeitete Auflage, 287 Seiten
Begleitbuch für werdende Eltern, die ein Baby verlieren und alle, die sie unterstützen.

Lüpold Sibylle (2019):

Ich will bei euch schlafen! Ruhige Nächte für Eltern und Kinder; Urania im Kreuz-Verlag, 144 Seiten

Das Buch will darin bestärken, sich auch nachts intuitiv und feinfühlig um das Kind zu kümmern. Aus der beruflichen Erfahrung der Autorin kommt die Überzeugung, dass Wissen über die kindliche Schlafenwicklung und über das Bindungsverhalten hilfreich ist. Das Buch weckt Zuversicht und Vertrauen dafür, die individuellen Bedürfnisse des Kindes zu erfüllen.

Marcovich Marina und deJong Theresia (2008):

Frühgeboren, Zu klein zum Leben? Fischer, Frankfurt

Über die Arbeit mit Frühgeborenen

Die bekannte Wiener Kinderärztin Marina Marcovich hat ein Konzept entwickelt, das medizinische Interventionen bei Frühgeborenen weitgehend unnötig macht. Sie nutzt die körperliche Nähe der Eltern, um das Atemsystem, physiologische Abläufe und das Gedeihen der Kleinen wirksam Einfluss zu nehmen. Damit gibt den Eltern in ihrer schwierigen Situation ihre Würde zurück.

Marvin R, Cooper G, Hoffmann K, Powell B (2015):

Der Kreis der Sicherheit, Die klinische Nutzung der Bindungstheorie, Probst

Die Autoren haben aufgrund der Bindungstheorie eine therapeutische Intervention entwickelt, die zwar complex, aber bei entsprechender Ausbildung gut durchführbar ist.

Medicus Gerhard (2020):

Was uns Menschen verbindet, Angebote zur Verständigung zwischen Natur-, Kultur- und Geisteswissenschaften, Berlin: VWB

Der Autor ist Psychiater und Humanethologe, also Verhaltensforscher, der den Blick vor allem auf den Menschen richtet. Bindung, Aggression und fürsorgliches Verhalten sind mit ihren evolutionären Wurzeln hier ebenso Thema wie die Entwicklung von Moral und Schuldfähigkeit.

Oblasser Caroline, Ebner Ulrike und Wesp Gudrun (2008):

Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht. Fotobuch, Wegweiser und Erfahrungsschatz aus Sicht von Müttern und geburtshilflichen ExpertInnen, edition riedenburg, Salzburg, 491 Seiten

Ein ungemein großer Schatz an Erfahrung wird durch die ehrlichen von Berichte 162 Kaiserschnitt-Müttern von 20 bis 77 Jahren vermittelt. mit ästhetischen Fotos von 60 unterschiedlichen Kaiserschnitt-Narben sowie einer Fotostrecke zu einer geplanten Kaiserschnitt-Operation nach Misgav-Ladach. Das Buch regt zum Nachdenken an und zeigt die vielen Gesichter von "dem Kaiserschnitt".

Odent Michel (2016):

Geburt und Stillen, Über die Natur elementarer Erfahrungen, Beck'sche Reihe, München, 151 Seiten
Ein schönes und wichtiges Buch für die Geburt und Stillzeit, das besonders die Notwendigkeit der Intim- oder Privatspäre-privacy- für Mutter und Kind betont. Der Autor weist darauf hin, wie wichtig es ist, unsere Säugetierwurzeln nicht zu vergessen und unseren Instinkten zu folgen.

Ogden P, Minton K und Pain C (2009):

 

Trauma und Körper. Ein sensumotorisch orientierter psychotherapeutischer Ansatz, Junfermann

Die Autoren verbinden Neurobiologie, Traumaforschung, Achtsamkeitsforschung und Bindungstheorie. Sie beschreiben, wie über den Körper mit seinen konkreten Empfindungen traumatische Erfahrungen integriert werden können.

Papousek Mechthild u.a. (2015):

Regulationsstörungen der frühen Kindheit, Frühe Risiken und Hilfen im Entwicklungskontext der Eltern-Kind-Beziehungen, Verlag Hans Huber, Bern Göttingen Toronto Seattle, 1. Nachdruck

Das Buch beschäftigt sich mit frühen exzessivem Schreien, Schlaf-, Fütter- und Gedeihstörungen und Störungen der Affekt- und Aufmerksamkeitsregulation bis hin zu Störungen der Bindungs-Explorationsbalance und der Abhängigkeits-Autonomiebalance. Es verbindet Beiträge namhafter Autoren aus unterschiedlichen Disziplinen mit den Forschungsergebnissen und zwölfjährigen klinischen Erfahrungen aus der "Münchner Sprechstunde für Schreibabys".

Perry Bruce und Szalavitz Maia (2008):

Der Junge, der wie ein Hund gehalten wurde, Was traumatisierte Kinder uns über Leid, Liebe und Heilung lehren können, Kösel

Ein therapeutisches Buch auf neurophysiologischer Basis: Der Hirnforscher und Kinderpsychiater Perry erzählt mit Hilfe der Reporterin und Bloggerin Maia Szalavitz zehn erschütternde Geschichten von Kindern und beschreibt damit die große Fähigkeit des Gehirns zur Heilung: "Beziehung ist das, was Veränderung bewirkt. Die stärkste Therapie ist die menschliche Liebe".

Perry, Philippa (2020):

Das Buch, von dem du dir wünschst, deine Eltern hätten es gelesen (und deine Kinder werden froh sein, wenn du es gelesen hast), Berlin: Ullstein

Aus der Einleitung der Autorin: "…Ich betrachte Elternschaft als etwas Langfristiges und halte nicht viel von kleinen Tricks und Kniffen. Mich interessiert, wie wir eine Beziehung zu unseren Kindern aufbauen können, nicht, wie wir sie am besten manipulieren. In diesem Buch möchte ich Sie ermutigen, Ihre eigenen Kindheitserfahrungen zu betrachten, damit Sie das gute, das Ihnen in der eigenen Erziehung zuteilgeworden ist, weitergeben und die weniger hilfreichen Aspekte eindämmen können…"

Peyton, Sarah (2019):

Selbstresonanz. Im Einklang mit sich und seinem Leben. Erkenntnisse aus Neurobiologie, GFK und Traumaforschung, mit CD, Junfermann

Das Buch beinhaltet – gut und anschauliche erklärt - neurologische Erkenntnisse, Wissen aus der Traumaforschung und 16 Meditationen, die helfen können, auch in schwierigen Situationen einen Weg der Heilung zu bestreiten

Piontelli Alessandra (1996):

Vom Fetus zum Kind, Die Ursprünge des psychischen Lebens, Stuttgart, 350 Seiten
Die italienische Psychoanalytikerin beobachtete Ungeborene während regelmäßiger Ultraschall-Untersuchungen und dieselben Kinder nach der Geburt bis zum 5./6. Lebensjahr. Ihre Ergebnisse legen nahe, dass die grundlegende Prägung in den ersten neun Monaten der Schwangerschaft geschieht.